Wertekanon

​Unser zentrales Ziel, die Erhöhung der Lebensqualität, stützt sich vorrangig auf die folgenden Grundwerte:

Verantwortung

Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen haben ein hohes Bedürfnis nach Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontinuität. Deshalb streben wir die Beziehungspflege durch niedrige Fluktuation an. Unsere Führungskräfte sind bestrebt, Ressourcen vorzuhalten, um Leistungsversprechen einzuhalten und eine größtmögliche Kontinuität zu gewährleisten. Eine zentrale Aufgabe unseres Managements ist der Aufbau und Erhalt eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems, das auch das Risikomanagement einschließt. Mangelnde Zuverlässigkeit sanktionieren wir angemessen. Gegenüber unseren Mitarbeitern nehmen wir unsere Pflichten ernst und bemühen uns um gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen. Die Mitarbeiter sollen Sinn in ihrer Arbeit finden und sich mit ihrem Wirkungsfeld identifizieren können. Als Verein, der auf Zuwendungen verschiedener Geldgeber angewiesen ist, verpflichten wir uns bereitgestellte und vorhandene Ressourcen - gemäß unserem Satzungszweck - so wirksam und wirtschaftlich wie möglich einzusetzen und Rücklagen zu bilden.

Teilhabe

Um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erhalten und zu fördern, stellen wir Angebote zur Verfügung, die wesentlich darauf abzielen, zeitliche Entlastung und Freiräume für Angehörige zu schaffen, um sich zu regenerieren und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Gleichzeitig wollen wir den von uns betreuten Menschen mit Demenz das Gefühl geben, zugehörig und nützlich zu sein und ihre Eigenständigkeit so lange wie möglich erhalten.

Akzeptanz

In der Politik und Fachwelt ist „Demenz“ ein hochaktuelles und vieldiskutiertes Thema. In der allgemeinen Öffentlichkeit ist dieses Thema aber noch immer mit Tabus belegt. Wir verstehen uns als Brücke zum individuellen gesellschaftlichen Umfeld. Wir achten darauf, dass unsere Mitarbeiter die Individualität und die Würde von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen respektieren. Bereits bei der Personaleinstellung achten wir auf eine entsprechende Grundhaltung zukünftiger Mitarbeiter.

Professionalität

Die Nachfrage von Betreuungs-, Entlastungs- und Beratungsangeboten im Kontext der Demenz wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiter stetig wachsen. Auch die Ansprüche an die Qualität dieser Angebote werden steigen. Wir sind bestrebt, unser Wissen fortlaufend zu aktualisieren und anzuwenden. Diesen Anspruch stellen wir nicht nur an die Mitarbeiter, die im direkten Kontakt mit Menschen mit Demenz und Angehörigen stehen, sondern auch an diejenigen Mitarbeiter, die in Unterstützungs- und Führungsfunktionen tätig sind. Wir sind bemüht, regelmäßig Freiräume für Reflexion zu schaffen und unser Handeln kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern.

Handlungskompetenz

Wenn Menschen mit Demenz so lange wie möglich im häuslichen Umfeld betreut werden, müssen Angehörige darin gestärkt und befähigt werden, die verschiedenen Krankheitsstadien und Versorgungssituationen zu bewältigen. Wir vermitteln Strategien und zeigen individuelle alltagsbezogene Handlungsmöglichkeiten auf. Indem wir Angehörige psychosozial entlasten, schaffen wir eine Basis für Handlungskompetenz und Selbstbestimmung, soweit dies im Rahmen der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz möglich ist.