Unsere Geschichte
wer wir sind und wie alles begann
Die Alzheimer Angehörigen-Initiative Berlin zählt zu den frühesten Zusammenschlüssen von Angehörigen, die ein Familienmitglied mit einer Demenzerkrankung pflegen.
Seit über 20 Jahren begleiten wir inzwischen Angehörige, Betroffene und deren soziales Umfeld in allen Stadien einer Demenz – mit dem Ziel, pflegende Angehörige zu entlasten und ihre aktive Teilhabe am sozialen Leben zu fördern.
Unser Handeln wird dabei stets vom Prinzip der Selbsthilfe getragen: Wir sehen Angehörige nicht nur als Hilfesuchende, sondern als Menschen mit eigenen Fähigkeiten, Fragestellungen und Ressourcen.
Von 1985 an sammelte unsere Gründerin und 1. Vorsitzende erste Erfahrungen in der Hauskrankenpflege. Dabei begegnete Sie zum ersten mal regelmäßig Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
Rosemarie Drenhaus-Wagner erhält die staatliche Anerkennung zur Altenpflegerin und beginnt sowohl mit ihrem beruflichen als auch ehrenamtlichen Engagement für Demenzerkrankte bei der Alzheimer Gesellschaft Berlin. Durch den Fall eines Betroffenen wurde unsere Vorsitzende auf das dünne Netz an Angeboten in Berlin aufmerksam und begann Pläne für ein eigenes Angebot zu entwickeln. Durch einen Zufall kam der Kontakt zur Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle Marzahn (SPI) zustande.
Dank der großen Unterstützung aus Marzahn konnte im März 1994 die Beratungssprechstunde starten. Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich Interesse für solche Angebote auch in anderen Bezirken. Weitere Beratungsangebote sollten im Laufe des Jahres folgen. Doch im Dezember folgt der Schock: Die Alzheimer Gesellschaft Berlin stellte die Unterstützung unserer Arbeit ein, da Sie den personellen Aufwand für zu hoch hielt.
Nach dem ersten Rückschlag kam für Rosemarie Drenhaus-Wagner Aufgeben nicht in Frage. Durch die geknüpften Kontakte mit verschiedenen Stellen in Berlin wurde der Versuch unternommen einen Träger für die Angehörigenberatung zu finden. Nach schwierigen Verhandlungen wurde von der Senatsverwaltung dann zunächst eine halbe Planstelle bewilligt. Träger wurde zunächst das Sozialpädagogische Institut Berlin.
Der Name des neuen Projekts war schnell gefunden: Angehörigen-Initiative Berlin
Im Laufe des Jahres erklären sich auch immer mehr Krankenkassen bereit, die Beratung für Ihre Mitglieder zu finanzieren.
Das Engagement der vergangenen Jahre hat viel Aufmerksamkeit erzeugt. So wird Rosemarie Drenhaus-Wagner für das Projekt mit dem Berliner Gesundheitspreis 1995 und dem Altenpflegepreis 1996 ausgezeichnet. Es Folgen verschiedene Fachvorträge und Auftritte in den Medien.
Nachdem sich die Arbeit für Angehörige ausgeweitet hat und der Plan bestand diese weiter auszubauen, fiel der Entschluss zur Gründung eines Vereins. Der Verein erfährt von Beginn an breite Unterstützung und wird noch im Gründungsjahr Mitglied in folgenden Verbänden:
Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.
Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Alten- und Angehörigenberatungsstellen e.V. (BAGA)
Berliner Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Alten- und Angehörigenberatungsstellen (RAGA)
Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte Berlin e.V. (LAGH)
Berliner Forum Patienteninteressen
Unsere 1. Vorsitzende erhält vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau für Ihre Arbeit das Bundestverdienstkreuz.
Das Angebot der Alzheimer Angehörigen-Initiative hat sich inzwischen auf häusliche Betreuungsangebote, betreute Urlaube und Betreuungsgruppen ausgeweitet.
Um die bestehenden Hilfsangebote auszubauen wird eine gemeinnützige GmbH gegründet, die fortan umfangreichere Leistungen anbieten kann. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Berufung von Rosemarie Drenhaus-Wagner
zum Jurymitglied des Berliner Gesundheitspreises 2010
Rosemarie Drenhaus-Wagner erhält 2014 die Auszeichnung mit der Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement.
Nach sorgfältiger Planung und Entwicklung eines innovativen Betreuungskonzepts für Menschen mit Demenz öffnet die erste Tagespflege der Alzheimer Angehörigen-Initiative in Berlin-Pankow
Was von Anfang an wichtig war, ist bis heute unser Leitgedanke:
• Angehörige dort unterstützen, wo sie stehen
• Angebote praxisnah und niedrigschwellig gestalten
• Entlastung und Teilhabe ermöglichen
• Menschenorientiert arbeiten statt leistungszentriert
Diese Haltung verbindet unsere Arbeit seit über zwei Jahrzehnten.
Heute ist die Alzheimer Angehörigen-Initiative Berlin eine etablierte Anlaufstelle mit Erfahrung, Vernetzung und modularen Unterstützungsangeboten – von Beratung über Selbsthilfegruppen bis hin zu betreuten Angeboten und spezialisierten Leistungen.
Unsere Initiative ist Mitglied in wichtigen Fachorganisationen und Netzwerken und arbeitet mit Partnern aus Gesundheit, Pflege und Selbsthilfe zusammen, um die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen nachhaltig zu verbessern.
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